ÜBER UNTERBÖDEN

Die akustische Leistung der Bauelemente wird mit normalisierten Messmethoden auf der Grundlage internationaler Normen (ISO 140) festgelegt und in einem Wert entsprechend den nationalen (NEN 5079, DIN 52 210 usw.) und internationalen (ISO 717) Normen ausgedrückt. Inzwischen haben neue europäische Normen Gültigkeit erlangt, in denen dies geregelt wird (EN-ISO 140 und EN-ISO 717). Diese europäischen Normen sind oder werden in allen europäischen Ländern auch als nationale Norm übernommen.
Die Anwendungen in der Serie Messnormen betreffen vor allem die Verschärfung der Messverfahren in verschiedenen Punkten zur Förderung der Reproduzierbarkeit; wesentliche Veränderungen haben nicht stattgefunden.
Viel größer ist in erster Linie die Veränderung hinsichtlich der Art und Weise, wie die gemessenen Leistungen in einem Wert ausgedrückt werden. Wie die akustische Leistung der Bauelemente wiedergegeben wird, ist eine Zusammenfügung von zwei verschiedenen Systemen. Die Produktleistungen müssen immer entsprechend beiden Systemen gegeben werden, um auf die vorgeschriebene Weise eine vollständige Information zu gewährleisten. Dabei wird als Referenz immer die ursprünglich gewichtete Größe laut der alten ISO 717-Norm mit Spektrum-Anpassungstermen C angegeben, die verdeutlichen, in welchem Maße die A-gewichtete Größe für ein bestimmtes Referenzspektrum hiervon abweicht. Für die verschiedenen akustischen Leistungen hinsichtlich der Fußböden wird dies wie folgt wiedergegeben:
• Kontaktgeräuschdämmung Holzfußboden, gemessen laut NEN-EN-IS0 140-6:
Ln;w (CI), z.B. Ln;w (CI) = 65 (-9)
• Verbesserung der Kontaktgeräuschdämmung von Steinfußböden durch Fußbodenabschluss oder Bodenbelag, gemessen in laut NEN-EN-IS0 140-8:
ΔLw ; ΔLlin, z.B. ΔLw ; ΔLlin = 18; 8
Anmerkung: Als Alternative darf auch ΔLw (CIΔ) verwendet werden. Hier ist dann:
ΔLw - CIΔ = ΔLlin.
Der bei diesen Spektrum-Anpassungstermen betrachtete Frequenzbereich betrifft die Tertsbänder von 100 Hz bis einschließlich 2.500 Hz (Kontaktgeräusch) oder 3150 Hz (Luftgeräusch). In der NEN-EN-IS0 717 wird darüber hinaus die Möglichkeit geboten, zur Information auch einen breiteren Frequenzbereich in die Einwertangabe mit einzubeziehen. Dazu können ergänzende Spektrum-Anpassungstermen gegeben werden, in Denen auch niedrigere Frequenzbereiche (bis einschließlich 50 Hz) und/oder höhere Frequenzbereiche (bis einschließlich 5.000 Hz) enthalten sind. Auch diese Spektrum-Anpassungsterme können dazu verwendet werden, um von einer gewichteten Größe eine A-gewichtete Größe für den jeweiligen Frequenzbereich zu bestimmen.
Bei der Anwendung der Daten kann sich für das nationale oder für beide Systeme entschieden werden. In den Niederlanden ist die Wahl getroffen worden und in die aktualisierte Norm NEN 1070:1999 ‚Lärmschutz in Gebäuden’ eingearbeitet worden. Dabei hat man sich für das A-gewichtete System mit Referenzspektren entschieden. Und obwohl sich die Berechnungsweise und die Bezeichnungen der Größen hiermit in den meisten Fällen stark geändert hat, ist die tatsächliche Frequenzgewichtung in großen Zügen gleich geblieben. Hierdurch bestanden sehr eindeutige Beziehungen zwischen den ‘alten’ und ‚neuen’ Größen (innerhalb ± 1 dB(A)). Diese Größen, die für die niederländische Situation relevant sind und die Beziehungen, die mit den bis jetzt gehandhabten Größen hinsichtlich der Fußböden bestehen, lauten wie folgt:
Kontaktgeräuschdämmung; bis jetzt Ico-lab* oder Verbesserung in Ico-lab (auch ΔIco-lab):
• A-gewichtetes normiertes Kontaktgeräuschniveau für charakteristisches Kontaktgeräusch Ln;A von Bauelementen: Ln;A = Ln;w + CI ≈ 59 - Ico-lab
• A-gewichtete Kontaktgeräuschisolationsverbesserung für charakteristisches Kontaktgeräusch ΔLlin von Fußbodenabschlüssen: ΔLlin = ΔLw + CIΔ = ΔIco-lab
In der NPR 5079:1999 wird auch erläutert, welche Beziehung zwischen der auf diese neue Art und Weise angegebene Produktleistung und der auf entsprechende Weise angegebenen Leistungen in Gebäuden besteht, die in der NEN 1070:1999 gehandhabt werden. In der Zukunft darf erwartet werden, dass auch in der Bauordnung Einwertangaben verwendet werden, die mit dieser letzten Norm in Übereinstimmung sind.
* In Praxisanwendungen wird noch immer die ΔIco gemessen. Diese ist mit der Ico-lab vergleichbar, die im Labor gemessen wird (Eine Indexierung des Kontaktgeräusches; also nicht der gewichtete Durchschnittswert wie bei ΔLlin)
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